Montag, 1. Oktober 2012

Warnung vor unbedarfter Selbstmedikation
Mit der Kopfweh-Pille zu immer mehr Kopfschmerzen

Symbolbild: Gerd Altmann | pixelio.de
Der vorschnelle und wiederholte Griff zur  Kopfschmerzpille kann Kopfschmerzen auslösen. Darauf weist das britische National Institute for Health and Clinical Excellence (Nice) in einer neuen Leitlinie hin, die auch für deutsche Patienten hilfreich ist.

Diese unerwünschte gegenteilige Wirkung von Analgetika kommt vor allem bei einer Selbstmedikation und bei Einnahme von Kombinationspräparatejn vor.

Häufige Auslöser sind Schmerz-Medikamente, deren Dosierung von den Patienten oft eigenmächtig erhöht wird, wenn die erhoffte Wirkung ausbleibt. Der Kopfschmerz kann unspezifisch sein, häufig tritt er als Migräne oder als Spannungskopfschmerz auf. Auch der Clusterkopfschmerz kann nach Einschätzung von Experten durch Schmerzme­dikamente ausgelöst werden.

Ein Verdacht besteht, wenn der Kopfschmerz unter der Einnahme der genannten Analgetika an 10 oder mehr Tagen im Monat auftritt und seit mehr als 3 Monaten besteht. Diese von der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft aufgestellte Faustregel wurde jetzt auch von NICE in der Richtlinie übernommen.

Das britische Institut zählt den Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch neben Migräne, Spannungskopfschmerz und Clusterkopfschmerz zu den vier häufigsten Kopfschmerz­formen.

jos

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