Donnerstag, 2. August 2012

Ohne Rezept - ohne Risiko?
Warum bei rezeptfreien Arzneien mehr Eigenverantwortung gefordert ist

Rezeptfrei - das bedeutet bei Medikamenten nicht "harmlos". Wer zum Beispiel frei verkäufliche Schmerzmittel schluckt, ohne sich fachlich beraten zu lassen, geht das Risiko von unerwünschte Neben odwr Wechselwirkungen ein, die die Gesundheit ernsthaft schädigen können.

Mehr als die Hälfte aller Medikamente können rezeptfrei gekauft werden. Gerade in diesen Fällen ist das gesetzlich verordnete Werbeanhängsel: "Zu Risiken und Nebenwirkungen Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker" besonders wichtig; denn was wirksam ist, kann auch unerwünschte Wirkungen haben oder andere Medikamente beeinflussen.

Ulrich Koczian, Vizepräsident der Bayrischen Apothekerkammer, nennt im Kundenmagazin "Apotheken Umschau" Beispiele: "Schmerzmittel verringern unter anderem die Wirkung von Blutdrucksenkern. Magnesium und Kalzium mindern die Blutspiegel von Schilddrüsenhormonen."

Aus diesen Gründen sollten Patienten das Beratungsangebot in der Arztpraxis und in den der Apotheke nutzen. Kauft ein Patient etwa ein rezeptfreies Migränemittel aus der Gruppe der Triptane, wird der Apotheker sich immer vergewissern, ob ein Arzt die Migräne diagnostiziert hat. Gegen andere Kopfschmerzarten sind solche Medikamente nämlich völlig wirkungslos.

jos

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