Montag, 14. Mai 2012

Frühe kognitive Einschränkungen mit verhängnisvollen Folgen
Überlebens-Prognose nach
Schlaganfall mit "Zeichnen nach Zahlen"

Einfache Zeichentests können wahrscheinlich etwas über die Überlebenschancen bei Schlaganfällen aussagen, zu denen es erst Jahre nach dem Test kommt. Forscher der Universität Uppsala vertreten nach Studien mit den Zeichentests die Ansicht, dass Patienten mit kognitiven Einschränkungen deutlich verminderte Chancen haben, einen späteren Schlaganfall zu überleben.

Bei den Tests, die es mittlerweile auch in Smartphone-Versionen gibt, müssen die Patienten so schnell wie möglich Ziffern- oder Buchstabenpunkte in logischer Reihenfolge mit Linien verbinden.

An der Uppsala Longitudinal Study of Adult Men (Langzeitstudie mit erwachsenen Männern) nahmen 919 Männer im Alter von 65 bis 75 Jahren, von denen 155 seither an einem Schlaganfall erkrankten. Von ihnen starben in den ersten zweieinhalb Jahren nach dem Schlaganfall, bei 22 trat der Tod innerhalb des ersten Monats ein, was einen Zusammenhang mit dem Hirninfarkt nahelegte.

Bernice Wiberg von der Universität Uppsala und Mitarbeiter fanden jetzt herauf, dass das Abschneiden in den beiden Tests, die Jahre vor dem Schlaganfall durchgeführt wurden, die Überlebensrate nach dem Erleiden des Schlaganfalls vorhersagt. Das Drittel der Teilnehmer mit den schlechtesten Ergebnissen hatten ein dreifach erhöhtes Sterberisiko.

Die geringeren Überlebenschancen erklären die Forscher dürfte mit Vorschädigungen des Gehirns, die häufig Ursache der kognitiven Störungen im Alter sind. Nach einem Schlaganfall stehen den Patienten dann weniger Reserven zur Verfügung als Patienten mit erhaltenen kognitiven Fähigkeiten.

jos

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