Donnerstag, 8. Dezember 2011

Europäische Multi-Center-Studie macht Hoffnung
Allergisches Asthma im Schlaf lindern

Protexo von Airsonett
Foto: Airsonett
Schweres allergisches Asthma ohne Nebenwirkungen im Schlaf lindern: Das soll mit einem neuen Gerät möglich werden. Eine europäische Multi-Center-Studie unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochun (RUB) hat belegt, dass die sogenannte "inhalative Allergenvermeidung" durch einen speziellen, in Schweden entwickelten Luftreinigereffektiv und ohne Nebenwirkungen hilft.


Menschen mit schweren Asthmasymptomen leiden häufig unter Schlafproblemen aufgrund ihrer beeinträchtigten Atmung. Der Luftreiniger ist ein medizinisches Hilfsmittel, das neben dem Bett steht. Es befreit die Atemluft von Allergenen und baut durch temperaturgesteuerte gleichmäßige Luftströmungen eine nahezu allergenfreie Schutzzone um den Kopf des Patienten auf. Die leicht gekühlte, hoch aufgereinigte Luft mit einem Temperaturunterschied von ca. 0,8°C verdrängt dabei die allergenhaltige Umgebungsluft. Interessant sei dieser Ansatz vor allem für Patienten, die unter schweren und häufigen Symptomen ihrer Asthmaerkrankung leiden, berichten die Forscher im renommierten britischen Medizinfachjournal „Thorax“. .

   Nächtliche Erholung verbessert die Lebensqualität   

Durch die lang anhaltenden allergenfreien Phasen kann sich der Patient während der Nacht erholen, was gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Situation tagsüber hat. Die Therapie mit dem neuartigen Luftreiniger namens „Protexo“ zeigte nachweislich gute Behandlungserfolge für Patienten, die an einem ganzjährigen allergischen Asthma leiden und zum Beispiel gegen Hausstaubmilben, Katzen, Hunde oder Pilzsporen sensibilisiert sind.

Prof. Eckard Hamelmann von der Kinder- und Jugendmedizin der RUB schätzt, dass mindestens fünf Prozent seiner Patienten mit ganzjährigem allergischem Asthma eine unzureichende Kontrolle der Symptome aufweisen: „Diese Patienten brauchen weitere Behandlungsmöglichkeiten, um ihre Symptome zu kontrollieren und häufige Anfälle zu vermeiden. Die neuartige Methode kann als begleitende Therapie sicher gute Dienste leisten.“

   Von München bis Trondheim getestet   

An der europäischen Multi-Center-Studie nahmen 282 Kinder und Erwachsene teil. Die Studie lief an 19 Zentren in sechs Ländern – von München im Süden bis Trondheim im Norden. Beteiligte Studienzentren in Deutschland waren die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum am St. Josef-Hospital, die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Marien-Hospital Wesel, das Haunersche Kinderhospital der Ludwig Maximilians Universität München und die Universitätsklinik Rostock.
 
jos / Quelle: RUB

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