Mittwoch, 23. November 2011

Forscher suchen Probanden mit beginnender Demenz
Studie erforscht passiven Impfstoff gegen Alzheimer-Ausbruch

An einer internationalen Studie zur Entwicklung eines passiven Impfstoff gegen den Ausbruch der Alzheimer-Demenz sind Forscher der Universitätsmedizin Rostock beteiligt. Jetzt werden Probanden für diese Studie gesuct, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Das Medikament soll die Ablagerung von Eiweiß-Plaques im Gehirn und damit den Ausbruch der Demenz verhindern oder verzögern.

Bei dem Medikament, das getestet werden soll, handelt es sich um eine passive Impfung. Das bedeutet, dass das Immunsystem der Betroffenen dazu befähigt wird, die schädigenden Stoffe selbstständig zu bekämpfen. „Im Mittelpunkt steht dabei die Substanz Amyloid, ein Eiweiß, das sich in so genannten Plaques im Gehirn ablagert und auf lange Sicht eine Demenzerkrankung bewirkt“, sagt Professor Dr. Stefan Teipel von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am der Universitätsmedizin Rostock.. Der Ansatz mit einer Impfung sei bahnbrechend, weil zum ersten Mal nicht nur die Symptome der Erkrankung bekämpft würden, sondern direkt Einfluss auf die Krankheitsvorgänge genommen werde.

Für die Studie werden nun Teilnehmer gesucht, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Gesucht werden Menschen mit erhöhtem Alzheimer-Risiko, die bereits leichte Gedächtnisstörungen haben, aber noch keine fortgeschrittene Demenz.

„Es geht bei der Impfung darum, das Entstehen der Demenz bei der Alzheimer-Krankheit zu verhindern“, so Professor Teipel. Daher werden Betroffene in einem sehr frühen Krankheitsstadium gesucht. Obwohl es sich bei der Demenz um eine Volkskrankheit handele, seien Patientinnen und Patienten mit diesem speziellen Profil nur schwer zu finden. Die Studie ist auf zwei Jahre angelegt. Die Teilnehmer werden eingehend untersucht und alle vier Wochen geimpft.

An der Entwicklung eines Impfstoffs wird bereits seit rund zehn Jahren gearbeitet. Ursprünglich sei der Wirkstoff als aktive Impfung geplant gewesen. Die passive Impfung hae den Vorteil, dass sie die Fähigkeit des Körpers stärkt, sich selber zu helfen, erläutert Professor Teipel.

jos




Kontaktinfo für potentielle Probanden:

Esther Lau,
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Rostock
Telefon 0381 494-4767




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