Mittwoch, 16. November 2011

Deutsche Depressionshilfe schlägt Alarm
Katastrophale Wartezeiten auf Therapielplatz für Depressive

Als "´katastrophal" kritisiert die Deutsche Depressionshilfe die Wartezeiten auf einen Therapieplatz für Menschen mit depressiven Erkrankungen. Besonders schwierig ist die Lage in Kleinstädten: Dort warten nach einer Umfrage 44 Prozent der Therapiesuchenden länger als vier Monate auf einen Therapieplatz.


64 Prozent der Depressions-Patienten warten in Kleinstädten länger als zwei Monate auf eine Therapie.

Sowohl In der Großstadt als auch in ländlichen Regionen müssen jeweils gut die Hälfte der Betroffenen länger als zwei Monate auf eine Therapie warten und 38 beziehungsweise 36 Prozent (ländliche Regionen) länger als vier Monate. An der Umfrage der Deutschen Depressionshilfe beteiligte n sich 370 Patienten.

Nur ein Fünftel der Befragten hatte während der Wartezeit auffangende Kurzgespräche beim Psychiater oder Termine in einer Beratungsstelle oder Institutsambulanz. Die Auswirkungen der langen Wartezeiten sind besorgniserregend: Fast einem Drittel ging es durch die Vielzahl von Absagen und die ausbleibende fachärztliche beziehungsweise psychotherapeutische Behandlung schlechter, 15 Prozent wurden voll- oder teilstationär behandelt, während sie warten mussten oder weil sie keinen ambulanten Therapieplatz fanden.

Ein Drittel der Befragten blieb während der Therapieplatzsuche ohne professionelle Unterstützung, so die Umfrageergebnisse.

jos / Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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