Donnerstag, 27. Oktober 2011

Kanadische Forscher suchten "Vorboten einer depressiven Phase"
Verstärktes Rauchen kann auf eine drohende Depression hindeuten

Kündigen sich depressive Episoden an? Und wenn ja, wie? Das war die Frage, die sich kanadische Wissenschaftler stellten. Das Ereignis ihrer Studie: Bestimmte Verhaltenweise wie starkes Rauchen kann Vorbote einer depressiven Episode sein.

Die Wissenschaftler der Universität von Ottawa wollten Risikofaktoren ausarbeiten, die für die Langzeitprognose von depressiven Episoden ausschlaggebend sein könnte. 65 Prozent aller depressiv Erkrankten leiden im Laufe ihre Lebens an mehrmaligen ausgeprägten Phasen, in denen ihre Depression auftritt. Diese Phasen sind vor allem auch deshalb gefürchtet, weil die Kranken in dieser Zeit nicht auf ihre allgemeine Gesundheit, ihre Ernährung oder zum Beispiel auch auf besondere Diäten achten.

Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtete, analysierten die kanadischen Forscher an 585 erwachsenen Patienten, die in dem Jahr an einer depressiven Episode gelitten hatten, neben der mentalen und physischen Gesundheit sowie demographischen Faktoren auch bestimmte Verhaltensweisen und Lebensgewohnheiten.

Es zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit für eine weitere, depressive Episode in den darauffolgenden sechs Jahren weder an Alter, Geschlecht noch sozioökonomischen Status gekoppelt war. Dagegen sprachen sowohl der tägliche Zigarettenkonsum als auch eine mangelnde Selbstkontrolle im Alltagsleben für das erneute und chronische Auftreten dieser Depressionsphasen. Eine besonders kontrollierte Lebensführung wirkte sich dagegen positiv aus - die Wahrscheinlichkeit einer folgenden depressiven Episode sank..

jos


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