Mittwoch, 5. Oktober 2011

Bisher 500 Probanden an DDZ-Studie
Mit Biomarkern der Zuckerkrankheit und
ihren gefährlichen Folgeerkrankungen auf der Spur

Prof. Dr. Michael Roden, wissenschaftlicher Geschäftsführer und Direktor
des DDZ, begrüßt die 500. GDC-Probandin
Foto: DDZ
Bekanntlich leiden viele Diabetiker an Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen im Gehirn.Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) an der Universität Düsseldorf will mit seiner German Diabetes Center-Studiedie Diabetes selbst besser verstehen helfen und neue Ansätze zur Behandlung der Krnakheit sowie vor allem seiner Folgekrankheiten entwickeln. Jetzt wurde die 500. Teilnehmerin an der Studie begrüßt.


Die Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus vermindern die Lebensqualität der Zuckerkranken erheblich und erhöhen das Sterblichkeitsrisiko. Darüber hinaus besteht für Personen mit Diabetes ein hohes Risiko, an Nerven-, Nieren- und Netzhautschäden zu erkranken. Ob und in welchem Ausmaß Folgeschäden des Diabetes auftreten, hängt zum einen von der Blutzuckereinstellung und Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und erhöhte Blutfettwerte ab. Zum anderen können Erbgutfaktoren, die Regulation des Stoffwechsels, die Ernährung und der Status des Immunsystems den Krankheitsverlauf entscheidend beeinflussen.

In der German-Diabetes-Center (GDC)-Studie untersucht das Deutsche Diabetes-Zentrum die Bedeutung von Biomarkern und weiteren individuellen Faktoren für die Vorhersage und Behandlung Diabetes-assoziierter Folgeerkrankungen.

In dieser Studie wurde nun der 500. Teilnehmer aufgenommen. „Basierend auf der hohen Anzahl an Studienteilnehmern lassen sich fundierte und repräsentative Forschungsergebnisse für eine verbesserte Patientenbehandlung erzielen“, freut sich Prof. Dr. Michael Roden, wissenschaftlicher Geschäftsführer und Direktor des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) über die positive Entwicklung der Studie.

Über die GDC-Studie:

In der GDC-Studie werden Patienten mit neu diagnostiziertem Diabetes mellitus (weniger als zwölf Monate nach Diagnosestellung) detailliert charakterisiert und der Verlauf vor allem in Bezug auf Folgeerkrankungen unter besonderer Berücksichtigung des Lebensstils und auftretender Entzündungen sowie weiterer Erbgut- und Stoffwechsel-Parameter beobachtet. Die Studienteilnehmer erhalten umfassende medizinische Spezialuntersuchungen, mit denen der aktuelle Gesundheitszustand sowie die Insulinwirkung und Insulin-Restproduktion im Körper exakt bestimmt werden.

Darüber hinaus erfolgen körperliche Untersuchungen wie EKG, Bestimmung des Körperfettanteils, Messung der Körperfitness und des Energieumsatzes sowie spezielle Untersuchungen der Gefäße, Augen, Nerven und Niere. Um mögliche Folgeerkrankungen rechtzeitig erkennen zu können, werden die Untersuchungen nach fünf und zehn Jahren wiederholt.

Studien-Interessenten können sich direkt anmelden unter der Telefonnummer 0211 / 3382-209 oder per E-Mail studienzentrum@ddz.uni-duesseldorf.de.


jos / Quelle DDZ

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