Freitag, 29. Juli 2011

Arzneimittel mit Cannabis-Wirkstoff jetzt erstattungsfährig
Von der "Tüte" zum "Haschisch-Spray":
Bewährtes Mittel gegen akute und chronische Schmerzen

Cannabis ist seit langem bekannt als höchst wirksames Arzneimittel gegen akute und chronische Schmerzen zum Beispiel bei MS-Kranken oder auch Krebspatienten. Ab sofort können Medikamente, die Cannabis enthalten, nicht nur verschrieben, sondern auch von den Krankenkassen bezahlt werden.


Wie die Apotheken Umschau berichtet, konnten Ärzte THC, den Wirkstoff der als Rauschmittel bekannten Hanf-Pflanze, seit 1998 zwar individuell verschreiben, Kassen mussten es aber nicht erstatten. Als erstes Mittel ist jetzt ein Spray für Multiple-Sklerose-Patienten bereits zugelassen. Es soll ihre spastischen Schmerzen lindern.

Der Cannabis-Wirkstoff wurde von Kritikern wegen seines Suchtpotentials lange abgelehnt. Befürworter halten ihn aber für vergleichbar mit anderen Schmerzmitteln. Eine gute Wirksamkeit wird THC außer bei MS auch gegen akute und chronische Schmerzen, zum Beispiel bei Krebs zugeschrieben. Bei AIDS-Patienten regt es den Appetit an und verhindert drastische Gewichtsabnahmen.

Befürworter bewerten den aktuellen Prozess nur als kleinen Schritt in die richtige Richtung. Sie befürchten, dass die anderen Patienten, die von Cannabis profitieren könnten, noch lange auf entsprechende Medikamente warten müssen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Sie können hier einen Kommentar schreiben - bitte mit Namensnennung
Oder schreiben Sie mir eine Mail an: 
redaktion@chronisch-leben.de