Sonntag, 15. Mai 2011

Dünndarm-Videokapsel jetzt Kassenleistung

Erkrankungen wie die mittlere intestinale Blutung, der Mor­bus Crohn des Dünndarms oder die glu­tensensitive Enteropathie (Sprue) können bereits seit dem Jahr 2000 nicht-invasiv (also ohne einen Eingriff) mit einer Mini-Video-Kamera diagnostioziert werden, die nicht größer ist als eine Tabeltte, und die von den Patienten einfach geschluckt wird. Die "Apotheken-Umschau" berichtet, dass diese schonende und sehr genaute Untersuchungsmethode auch als Kassenleistung abgerechnet werden kann.


Die Video-Kapsel, die ein wenig an die ersten Science-Fiction-Filme erinnert, wurde vor elf Jahren erstmals eingesetzt und ist mittlerweile zur Alltagstauglichkeit ausgereift.

Die Minikamera wiegt nicht einmal vier Gramm. Die natürliche Darmbewegung leitet die Kapsel, die kaum größer ist als eine Tablette, durch den gesamten Verdauungstrakt. Sie sendet dabei hochauflösende Video-Bilder aus dem Körperinneren an einen Computer.

Wenn Blutungen im Dünndarm aufgetreten sind, darf diese High-Tech-Methode nun auf Kassenkosten eingesetzt werden, berichtet die "Apotheken Umschau". Betroffene sollten die Untersuchung aber im Vorfeld von ihrer Krankenkasse genehmigen lassen.

Jos

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Siehe hierzu auch Bericht im Hessischen Ärzteblatt (7/2009)
Autoren: Jörg G. Albert, Johannes Hausmann, Stefan Zeuzem

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