Freitag, 26. November 2010

Vorsicht Gerücht ! Madopar verursacht KEINE Herzrhythmusstörungen

Zurzeit geistern Gerüchte durch einige Internetforen, wonach das Parkinson-Medikament "Madopar" angeblich Herzrhythmusstörungen verursacht. Diese Gerücht beruht entweder auf Missverständnissen (es wird berichtet von Vorerkrankungen im Bereich der Herzrhythmusstörungen - lange VOR der Medikation mit Madopar; möglich sind auch rein hysterische Reaktionen.


Madopar ist nichts anderes als reines Levodopa (L-Dopa) mit dem verzögernden Zusatz Benserazid. L-Dopa hat durchaus - vor allem bei Langzeiteinname über einen Zeitraum von mehr als 15 - 20 Jahren seine Nebenwirkungen: Es können dann zum Beispiel Überbewegungen auftreten. Auch eine übersteigerte Libido wird zuweilen mit L-Dopa in Zusammenhang gebracht. Herzrhythmusstörungen werden aber durch L-Dopa/Madopar NICHT verursacht oder verstärkt.

Die Nebenwirkung "Herzrhytmusstörung ist allerdings bekannt bei dem Parkinson-Medikament Rasagilin - Markenname Azilect. Azilect Rasagilin (Azilect®) ist ein starker, irreversibler selektiver MAO-B-Hemmer.

Das Beispiel des sich hartnäckig haltenden Gerüchts, L-Dopa verursache Herzrhythmusstörungen  zeigt, wie wichtig eine umfassende, sauber recherchierte Information über die Medikation bei chrobnischen Krankheiten ist.

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