Dienstag, 22. Juni 2010

Der lange Weg zur Diagnose - Teil I


Beitrag aus dem Oktober 2009

Ich habe mittlerweile erfahren, dass viele chronisch Kranke durchaus mehrere Jahre Ungewissheit durchleben mussten bis sie eine einigermaßen gesicherte Diagnose bekamen. Ich hoffe, ich habe diese "Durststrecke" nicht auch in voller Distanz vor mir.


Die Sucherei begann bei mir vor einem knappen halben Jah (April/Mai 2009)r. Damals gab es noch keinen Tremor, sondern hauptsächlich Gleichgewichtsstörungen und Gangunsicherheit. Dazu kamen Antriebslosigkeit, Depressionen, allgemeine Schwäche.

Ganz kurz im Telegrammstil die Verdachtsdiagnosen, die im Laufe der nächste zwei Monate auf mich niederprasselten:

  • Polyglobulie ("Verdickung" des Bluts mit Suerstoffdefizit) - stimmte
  • Leichtes, nicht weiter tragisches Lungenemphysem (stimmte)
  • Altersgemäße beginnende Hirnatrophie - stimmte
  • TIAs im MRT erkennbar - stimmte
  • Beginnende Demenz (stimmte gottlob nicht)

Erst als dann der Tremor unübersehbar war, ein beginnender Rigor und die schlurfende Trippelei auffiel mit dem nicht mitschwingenden rechten Arm hieß es dann: "Ja, es könnte eigentlich vielleicht auch Parkinson sein"

Nachdem ich dann endlich einen Termin beim Neurologen hatte, schickte der mich relativ zügig in die Nuklearmedizin zu DatScan und IBZM

Die kamen zu dem glorreichen Befund: Das sieht doch ganz nach einem atypischen Parkdinsonsyndrom aus, alles spricht für beginnende MSA - könnte aber eigentlich auch ein langjähriges IPS sein. Sehr witzig.

Toll. Nach einem halben Jahr Stochern im Nebel diese "glasklare" Diagnose.

Ich leide an hoffnungslosem Vertrauen in Expertenwissen und einem unheilbaren Optimismus: In gut einer Woche gehts in die Parkinson-Klinik nach Beelitz für drei Wochen.

Ob die Docs dort mir wohl sagen können, welche verdammte Krankheit ich mit mir rumscjleppe? Die Hoffnung stirbt zuletzt

Und da sind da ja die ermutigenden Erfahrungsberichte vo anderen Parkis, die ihre Diagnose auch schon nach zwei Jahren bekamen ...

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