Mittwoch, 23. Juni 2010

"Aut idem"? Vorsicht - Wirkstoff-Menge schwankt erheblich


Das passiert immer wieder: Ich gehe in die Apotheke mit einem Rezept meines Neurologen und will meinen Monatsvorrat an - sagen wir - L-Dopa holen. Der freundliche Apotheker schaut in seinen Computer und teilt mir mit dem Ausdruck des Bedauerns mit, das Präparat, dass der Arzt verschrieben habe, werde zur Zeit von dem Hersteller nicht geliefert. Die Lieferfrist kann u.U. bis zu mehrere Monate dauern.


An sich kein Problem: Dafür gibt es ja das Kreuzchen bei dem "aut idem"-Kästchen auf dem Rezept. Das bedeutet, dass der Apotheker ein Präparat eines anderen Herstellers mit denselben Wirkstoffen geben kann.

Mein Neurologe kreuzt aber bei L-Dopa grundsätzlich das aut idem NICHT an. Zunächst war ich sauer - weil jedesmal, wenn das Medi mal wieder nicht lieferbar war, ein heftiges Telefonieren zwischen Apo und Neuro begann - der Kurierdienst der Apoztheke flitzte los und besorgte dann das neue Rezept. Verzögerung mindestens ein Tag - bei knappem Nachbestellen problematisch.

Mittlerweile hat mich mein Neuro aufgeklärt: Er sagt, die Menge an Wirkstoff z.B. bei L-Dopa schwanke bedenklich von Präparat zu Präparat. Ein konkretes Beispiel: Bei einer angegebenen Menge von 100 mg L-Dopa in der Pille schwanke die tatsächliche Menge von Hersteller zu Hersteller zwischen 80 und 120 mg (und darf es lt. meinem Neurologen auch). Gerade bei meiner Mono-Therapie mit L-Dopa ist aber- so mein Neurologe - die regelmäßige Gabe der wirklich selben Menge wichtig.

Wie geht es euch damit?

Liebe Grüße
Norbert

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